Dobiweekend 2018 Lötschental

Dobiweekend 2018 der Ortsgruppe Mittelland des DVS Ein würdiger Anfang für unser Vereinsweekend 2018.

Unser Treffpunkt war wie schon im Jahr zuvor das Stock’s Steakhouse in Mülenen. Nach und nach trafen unsere Teilnehmer mit ihren Dobis ein und wir genossen zum Mittagessen einen feinen Burger und andere Köstlichkeiten auf der Sonnenterasse. Voller Vorfreude tollten unsere Dobis auf dem dortigen Parkplatz bevor es weiterging zum Autoverlad in Kandersteg. Die Hunde spürten auf jeden Fall, dass etwas Aussergewöhnliches anstand und zeigten uns wie voller Energie sie waren!

Durch den Tunnel ab ins Wallis.

In Goppenstein angekommen, fuhren wir nach dem Autoverlad in Richtung Lötschental die teils schmalen Strassen durch malerische Walliserdörfchen hinauf, bis es nicht mehr weiterging. Das herbstliche Wetter begrüsste uns in den warmen, goldenen Farben. Das Team vom Hotel Fafleralp erwartete unser Grüppchen mit unseren Vierbeinern auf der gleichnamigen Alp zuhinterst im Lötschental. Dort wo man die Gletscherzunge des Langgletschers in der Ferne sieht und ab und zu auch einem Hirsch begegnet am frühen Morgen. Nach dem Zimmerbezug stand das obligate Apero an und wir spazierten mit unseren Dobis zum Campingplatz hinunter wo uns zwei weitere Weekend-Teilnehmer begrüssten. Sie beide waren mit ihren beiden Hunden mit ihrem Wohnmobil angereist. Bei schönstem Wetter liessen wir die wundervolle Natur auf uns wirken und die Hunde spielten miteinander oder fläzten an der warmen Sonne auf der Wiese.

Unsere Dobis als Botschafter der Rasse

Als wir unseren Apero schlürften und miteinander fachsimpelten, kam auf einmal in entschlossenen Schritten die Busfahrerin vom nahegelegenen Bushalteplatz zu uns. Wir fragten uns was sie wohl wollte, denn normalerweise sind die Einwohner in diesen kleinen Dörfern eher zurückhaltend was Hunde anbelangt. Sie aber kam direkt auf uns zu und hatte ein breites Lächeln und ein herzliches „Hallo“ für uns. Die Busfahrerin konnte es kaum fassen, dass ihre Lieblingshunderasse in ihrer Pause gleich an ihrem Bushalteplatz in so zahlreicher Vertretung das Vereinsweekend einläutete! Sie wollte, nachdem sie unsere Hunde kuschelte und begrüsste, gar nicht mehr zur Arbeit und wäre gerne mit uns auf die Wanderung gekommen. Wir tauschten die Telefonnummern und verblieben, dass wir in Kontakt bleiben werden. In diesem Vereinsweekend, wie auch schon im Jahr zuvor, machten wir die Erfahrung, dass wie auch die Busfahrerin und weitere Liebhaber der Rasse, Wanderer und Einwohner im Kanton diese, eine der strengsten Rasseliste, nicht nachvollziehen können. Für mich persönlich ist es ein gutes Zeichen, wenn unsere Rasse einen solch positiven Eindruck hinterlässt nach dem Dobiweekend.

Walliser-Abend und voller Bauch

Nachdem wir am Bach – der Lonza – entlang mit unseren Hunden die Gegend erkundeten, spazierten wir wieder zurück zum Hotel, wo wir am Walliser-Abend erwartet wurden. Nach einer Dusche für uns und der Verpflegung der Hunde, trafen wir im Speisesaal ein. Nochmals Apero, das ist üblich so im Wallis! Dazu wurde ein Walliser-

Teller mit verschiedenen Wurst- Rohschinken- und Trockenfleisch-Köstlichkeiten serviert. Zum Hauptgang gab es ein Raclette mit Käse aus drei verschiedenen Walliser Käsereien. Die Einen hatten danach etwas Mühe mit der Verdauung. Der Käse lag schwer auf. Wie uns der Wirt am darauffolgenden Morgen sagte, hätten wir zwischen den Käsegängen jeweils einen Schnaps gebraucht! Nun, nächstes Mal befolgen wir den Rat doch gerne! Eine kurze Verdauungsrunde mit den Hunden bevor es ins Bett ging half auch mehr oder weniger.

Dobis sind Frühaufsteher

Einige unserer Vierbeiner wollten am kommenden Morgen schon früh raus. Darunter meine Eigenen. Und so traf man sich in Trainingshose oder halb im Pyjama rund ums Hotel an. Mystisch war die Stimmung in der Morgendämmerung. Man hörte zahlreiche Hirsche röhren, ab und zu rief eine Bergdohle nach Gesellschaft. Die leichten Nebelschwaden welche vom Tal heraufschwebten perfektionierten die Stimmung. Wer ein gutes Auge hat, konnte die Hirsche in der Ferne sogar sehen. Imposante Tiere!

Höhenweg Lauchernalp – Tellialp - Fafleralp

Frisch und munter trafen wir uns dann wieder am reichhaltigen Frühstücksbuffet mit frischgebackenem Zopf, regionalem Käse - für die Einen eher nicht - und hausgemachte Konfi. Treffpunkt für unsere Wanderung war wieder der Campingplatz von wo aus auch das Postauto nach Wiler zur Seilbahnstation fuhr. Leider chauffierte uns nicht die Busfahrerin vom Vortag. Aber der Chauffeur war äusserst begeistert, sehr gesprächig und interessiert beim Thema Hunde und Dobermann und stellte viele Fragen während der Fahrt.

An der Seilbahnstation angekommen ging es per Luftseilbahn weiter auf die Lauchernalp von wo wir den Höhenweg in Richtung Fafleralp unter die Pfoten und Füsse nahmen. Unterwegs grasten einige kleinrassige Mutterkühe mit ihren süssen Kälbern. Aus unserer Gruppe hofften einige, dass es zum Nachtessen bloss kein Kalbfleisch geben möge. Das Wetter war ideal für die Wanderung mit Vierbeinern. Auf dem gesamten Höhenweg hatte es zudem immer wieder mal einen Bergbach oder einen kleinen See, wo die Hunde sich erfrischen durften. In der Seilbahn selber wie auch an diesem Tag auf der Wanderung, trafen wir immer wieder Leute, auch Kinder, welche die Hunde streichelten oder uns interessiert fragten, ob wir ein Verein seien oder einen Kurs machen, etc. Eine einzige Person, eine Servicefachfrau welche uns unterwegs auf der Tellialp bediente hatte generell Angst vor Hunden. Aber auch da konnten wir positiven Eindruck hinterlassen, da unsere Hunde gesittet und ruhig im Platz neben oder unter dem Tisch lagen. Sie selber sagte beim Abschied, dass es ja gar nicht so schlimm war, wenn die Hunde so brav erzogen seien. Nach unserem Zwischenhalt auf der Tellialp sah es nach Regen aus und wir zogen weiter in Richtung Hotel zurück.

Das befürchtete Nachtessen mit Supplement

Was stand denn da zum Nachtessen auf der bereitgelegten Speisekarte im Saal? Kalbscarrébraten als Hauptspeise! Sehr fein, aber etwas knapp bemessen in der Menge für unsere Gruppe. Die Hungrigen unter uns machten einige Bemerkungen beim Wirt und so kam es, dass er in der Küche nochmals nachbestellte und uns zusätzlich in einem

weiteren Gang ein Kalbsfilet servierte. Geselligkeit und Fachsimpeln unter uns kam natürlich nicht zu kurz und wir hatten es recht lustig zusammen!

Obligates Foto mit fremder Hilfe gelungen

Am letzten Tag stand das obligate Dobiweekend-Foto für unser Klubhaus im Vordergrund und wir beschlossen zum See hinauf zu wandern und uns dort inspirieren zu lassen von der wunderbar, herbstlich gefärbten Landschaft. Als alle in Position waren drückte unsere Fotografin mehrmals erfolglos auf die Fernbedienung des Selbstauslösers, da unsere Hunde wohl nur Augen hatten für die schöne Landschaft. Aber da kam auf einmal Hilfe daher: Wanderer mit einem kleinen Pudel! Alle Hundeaugen waren auf das Pudelchen gerichtet und wir hofften doch, dass wir die Leinen gut in den Händen hielten, als die Besitzerin des Pudels unseren Hunden zu rief: „schauschau, hier ist das Guddiguddi!“ und sie ihren Hund vor sieben Dobis auf ihrem Arm präsentierte. Nun, das Foto gelang mit dieser Massnahme dann endlich! Ohne Zwischenfall!
Beim See angekommen staunten wir über die atemberaubende Umgebung mit Sicht auf den Gletscher. Nicht zu Unrecht gilt diese Landschaft als UNESCO Weltnaturerbe.

Auch dieses Dobiweekend zu kurz

Nach und nach machten wir uns wieder auf den Weg zurück zum Hotel. Gemeinsam fuhren wir zum Autoverlad und trafen uns ennet dem Tunnel nochmals im Steakhouse und liessen dort das Dobiweekend 2018 in bester Erinnerung ausklingen. Wer weiss, vielleicht gibt es das nächste Mal ein verlängertes Dobiweekend, da es uns allen auch diesmal zu kurz erschien.

Mit herzlichem Dank an alle Teilnehmer und das überaus engagierte Team des Hotels Fafleralp.

Judith Steffen
Präsidentin DVS OG Mittelland